Boerkoel und Ehrenmedaillen

Diese Seite handelt von einer Reihe niederländischer Boerkoelen, die für besondere Verdienste mit einer Ehrenmedaille ausgezeichnet wurden.

In den Niederlanden werden zwei Hauptarten offizieller Ehrenmedaillen verliehen: königliche Auszeichnungen als symbolische Anerkennung für besondere persönliche Verdienste um die Gesellschaft, und staatliche Auszeichnungen für Verdienste im nationalen Interesse. Eine königliche Auszeichnung wird oft am Geburtstag des Königs, dem sogenannten „Lintjesregen“, verliehen. Sie wird jedoch auch zu anderen Anlässen überreicht, beispielsweise bei einer Verabschiedung, einem Ruhestand oder anderen offiziellen Veranstaltungen. Eine Auszeichnung für Verdienste im nationalen Interesse kann auch posthum verliehen werden. Königliche Auszeichnungen müssen in der Regel nach dem Tod zurückgegeben werden, vorbehaltlich bestimmter Einschränkungen.

Ein Mitglied der Familie Boerkoel erhielt eine Ehrenmedaille für seinen außergewöhnlichen Beitrag zum nationalen Interesse. Vier Mitglieder der Familie Boerkoel erhielten eine königliche Auszeichnung für besondere persönliche Verdienste um die Gesellschaft. Sie sind unten in chronologischer Reihenfolge der Verleihung der jeweiligen Auszeichnung aufgeführt.

Besondere Erwähnung verdient Willem Johannes Boerkoel (geb. 1917). Zu Beginn des Zweiten Weltkriegs war Willem Johannes Wehrpflichtiger und Unteroffizier in der 3. Kompanie des 2. Bataillons des 8. Infanterieregiments der Königlich Niederländischen Armee. Während des deutschen Angriffs auf die Niederlande im Mai 1940 wurde er bei der Verteidigung der Grebbeberg-Linie schwer verwundet. Er wurde ins Lazarett nach Arnheim gebracht, erlag dort aber seinen Verletzungen. Er ist in der Ehrenrolle der Generalstaaten für die Gefallenen der Jahre 1940–1945 verzeichnet. 1948 wurde Willem Johannes posthum das Kriegsverdienstkreuz mit der Spange für außergewöhnliche militärische Leistungen und der Inschrift „Niederlande, Mai 1940“ verliehen. Eine Gedenksäule für alle Gefallenen, darunter auch Willem Johannes, steht auf dem Soldatenfriedhof Grebbeberg bei Rhenen. Weitere Informationen finden Sie unter www.oorlogsbronnen.nl oder in den Berichten unter www.grebbeberg.nl, anhand des Beispiels unter https://www.grebbeberg.nl/index.php?page=verslag-van-vaandrig-h-h-elzas

Mit königlichem Dekret vom 23. Dezember 1955 wurde Hendrik Jacobus Boerkoel die Ehrenmedaille des Ordens von Oranien-Nassau verliehen. Hendrik Jacobus war Landschaftsgärtner bei der Stadt Utrecht und hatte dort im Alter von 21 Jahren seine berufliche Laufbahn begonnen. Er war zudem Mitglied der Niederländisch-Reformierten Kirche. Diese Kirche war die erste in Utrecht, die eigens als reformierte Kirche erbaut wurde, daher der Name „Nieuwe Kerk“ (Neue Kirche). Er engagierte sich in besonderer und herausragender Weise für diese Gemeinde und wurde dafür mit dieser Ehrenmedaille ausgezeichnet. Er war Ordenskommissar in dieser Neuen Kirche der Niederländisch-Reformierten Kirche in Utrecht.

Im Rahmen einer feierlichen Zeremonie trat Rie nach Erreichen des Rentenalters als Geschäftsführerin des Verbandes der Blumenzwiebelhändler in den Ruhestand. Sie hatte 45 Jahre lang professionell und mit außergewöhnlichem Engagement gearbeitet. Darüber hinaus war sie viele Jahre als Sekretärin und Vorsitzende mehrerer Kirchenchöre sowie in der Sonntagsschularbeit aktiv.

Jan Dirk widmete sein Leben als Pfarrer der Reformierten Kirche seiner Gemeinde und ihren Mitgliedern. Er wirkte als Pfarrer in der Rehoboth-Kirche in Watergraafsmeer bei Amsterdam und später in Rotterdam-IJsselmonde.

Am 5. Juli 1959, im Alter von 70 Jahren, trat er als Pfarrer der Gemeinde West-IJsselmonde bei Rotterdam in den Ruhestand. Für seine Verdienste wurde ihm diese Ehrenmedaille verliehen. Er hat zahlreiche Publikationen veröffentlicht. Auch über seine Persönlichkeit kursieren einige Anekdoten.

Nach 1994 wurde die Ehrenmedaille des Ordens von Oranien-Nassau durch die Auszeichnung „Mitglied des Ordens von Oranien-Nassau“ ersetzt. Bronze-, Silber- oder Goldmedaillen wurden nicht mehr erwähnt.

Kees Boerkoel erhielt diese Auszeichnung 1999 anlässlich seines Ausscheidens aus dem Gemeinderat von Soest für die Arbeiterpartei (PvdA). Kees engagierte sich zudem viele Jahre in lokalen Sportvereinen, unter anderem als Vorsitzender des Hallentennisclubs und Vorstandsmitglied sowie als jüngster Vorsitzender des örtlichen Fußballvereins SO Soest.